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1000 true fans

Fans are willing to pay more if they have a direct connection.[1]

Einen Weg, dem Ende der Long Tail-Kurve zu entfliehen, beschreibt Kevin Kelly mit seiner „1000 true fans“-Theorie. Er sagt, dass ein Kunstschaffender 1000 echte Fans benötigt, um von seinen Werken leben zu können.

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Abbildung 61: Das Modell der 1000 echten Fans [2]

Ein echter Fan ist jemand der bereit ist, alle vom Künstler geschaffenen Werke zu kaufen, jemand der Spezial-DVDs, Poster usw. kauft, Events oder Konzerte besucht. Ein echter Fan ist bereit 100 Dollar im Jahr zu bezahlen und tut dies auch im nächsten Jahr wieder. Bei 1000 Fans kommt der Künstler/Filmemacher dadurch auf 100.000 Dollar pro Jahr. Um auf 1000 Fans zu kommen, rechnet Kelly mit einem neuen Fan pro Tag, ergibt drei Jahre bis zu den 100.000 Dollar. Die neuen Technologien und Möglichkeiten, die das Internet bietet, erlauben und ermöglichen direkte Beziehungen zu den echten Fans. Diese besitzen die Kraft, den Künstler vom Ende des Long Tails nach vorne hieven zu können. Der ständige Kontakt zu den Fans ist unbedingt notwendig, damit dies auch so bleibt. Die „1000 true fans“-Regel funktioniert bei dem Solo-Künstler, sobald aus der One-Man-Show ein Duo wird, muss die Anzahl der Fans linear mitsteigen: 100% mehr Mitglieder benötigen 100% mehr Fans.

Kelly gibt zu bedenken, dass nicht jeder Künstler in direktem Kontakt zu seinen Fans stehen will oder diesen pflegen will. Diese benötigen einen Manager, Mediator oder Agenten. Durch neue Team-Mitglieder wächst der Bedarf an Fans erneut. Die Anzahl der benötigten Fans ist auch abhängig vom Medium. Während ein Maler mit 500 Fans sein Auslangen finden kann, benötigt ein Filmemacher schnell 5000 Fans, um sein Projekt durchführen oder refinanzieren zu können. Kevin Kelly hat mehrere verschiedene Kunstrichtungen verglichen und die Fananzahl mit den möglichen Einnahmen zusammengestellt:

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Abbildung 62: Fan-Anzahl und mögliche Einnahmen [3]

Während Filmemacher gar nicht aufgeführt sind, fällt auf, dass es sehr lange dauern kann, bis der Künstler seine Fangemeinschaft aufgebaut hat. Fans zu finden, zu managen und zu bedienen braucht viel Zeit, die die Künstler oft nicht haben oder nicht aufbringen wollen und sie verlieren zudem oft nach einiger Zeit die Lust am Fan-Kontakt. Denn die meisten Kreativen wollen im Endeffekt dann doch mehr als 1000 Fans, wollen einen Hit schaffen, Filmfestivals gewinnen und Aufmerksamkeit und Ruhm erlangen.


[1] Ito, Joichi (2008.09.05.): Vortrag bei Ars Electronica 2008

[2] Kelly, Kevin (2008.03.04.): 1000 True Fans. In: http://www.kk.org/thetechnium/archives/2008/03/1000_true_fans.php (Stand: 12.03.2009)

[3] Kelly, Kevin (2008.04.27.) The Case Against 1000 True Fans. In: http://www.kk.org/thetechnium/archives/2008/04/the_case_agains.php (Stand: 23.03.2009)

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