Definition
Als „digitale Distribution“ bezeichnet man eine Technik, durch die es möglich wird, digitale Inhalte über digitale Übertragungstechnologien wie z.B. das Internet oder Kabelnetze zur Verfügung zu stellen. Inhalte können dabei Bücher, Musik, Software, Spiele oder multimediale Inhalte sein. Für eine digitale Verbreitung ist es nötig, dass die transportierten Inhalte digital zur Verfügung stehen bzw. digitalisiert werden können. In dieser Arbeit wird ein spezieller Schwerpunkt auf die Film-Distribution über das Internet gelegt, aber diese wird immer wieder mit den Entwicklungen der digitalen Distribution in anderen Branchen verglichen.
Der technologische Fortschritt der letzten Jahre ermöglicht es, mehrere wesentliche Stärken des Internets für den Vertrieb digitaler Produkte zu nutzen. Die digitale Verbreitung bietet nun die Möglichkeit einen globalen Markt zu bedienen, ständige Verfügbarkeit der Produkte zu garantieren und schafft erstmals einen direkten Zugang zum Verbraucher. Filme müssen nicht mehr per Kurier quer über den Globus verschickt werden, der Gang in die Videothek kann ebenso entfallen. Das Internet kennt keine Grenzen und somit auch die dadurch angebotenen Inhalte nicht. Das ermöglicht eine bisher noch nie da gewesene kulturelle Content-Vielfalt. Der User kann aus einem weltweiten Katalog Inhalte wählen und innerhalb von Sekunden darauf zugreifen.
Ein wesentlicher Vorteil der Distribution über digitale Kanäle ist die Möglichkeit der Interaktion des Users durch einen sogenannten Rückkanal. Konnte der Konsument bis dato nur Signale empfangen (durch z.B. analogen Kabel-, Satelliten- oder Antennenempfang), können durch den Rückkanal auch Informationen zurückgeschickt werden. Dadurch kann der User beispielsweise aktiv ins Programm eingreifen oder Bestellungen tätigen. Für Dienstanbieter bringt dies vor allem auch die Möglichkeit der Protokollierbarkeit und dadurch eine Personalisierung von Content und Werbung.

