Home » Strukturwandel der Filmindustrie

Strukturwandel der Filmindustrie

Ein traditionelles Filmstudio ist im Wesentlichen ein großes Netzwerk aus Profis, Infrastruktur, Wissen und Kreativität. Es kennt den weltweiten Markt und seine Bedürfnisse, hat jahrzehntelange Erfahrung in Entwicklung und Herstellung und weiß vor allem auch, wie man Filme als Produkte verpackt und verkauft. Einer der wichtigsten Aspekte des Systems der Filmstudios ist aber: Sie haben Zugang zu umfangreichen Finanzmitteln, um Filmerechte kaufen und anschließend herstellen und vertreiben zu können.

Dieses sich seit Jahrzehnten bewährende System scheint nun von einer neuen Kraft aufgebrochen zu werden. Die letzten Jahre hat sich am Markt ein neues Studio etabliert, das der herkömmlichen Form in keiner Weise ähnelt. Weder hat es einen Firmensitz, noch einen mächtigen Firmenboss. Es ist ein neues Kollektiv aus Netzwerken, Nutzern, Software, Informationen, Wissen – nämlich, das Internet. Die großen Stärken des neuen Studios: Es hat Zugang zum weltweiten Markt, ist unabhängig von Thema und Inhalt und arbeitet meritokratisch.

Der Regisseur in Europa kann so z.B. über das Internet mit seinem Kameramann in Venezuela Filmlooks vergleichen oder sich mit seinem Drehbuchautor über das Script austauschen und Änderungen schnell und einfach vornehmen. Filmemacher können durch die digitale Distribution nun plötzlich direkt Millionen von Zusehern erreichen, egal ob in New York City oder auch im kleinsten Dorf am Land.

weiter

  • Print
  • PDF
  • email
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • MisterWong
  • Slashdot
  • StumbleUpon
  • Suggest to Techmeme via Twitter
  • Twitter
  • Tumblr
  • Technorati