Begriff „Filter“
Instrumente, die dem User bei der Suche nach Content helfen sollen, nennt man auch „Filter“, wobei diese nach unterschiedlichsten Kriterien aussortieren können: Qualität, Quantität, Nutzerinteresse usw. In diesem Kapitel werden einige dieser Systeme vorgestellt, wobei auch hier darauf hinzuweisen ist, dass gerade in diesem Bereich die Entwicklung sehr rasch vorangetrieben wird und nahezu wöchentlich neue Systeme vorgestellt werden.
Herkömmliche Filtermethoden sind nicht nur im Vertrieb zugegen, schon in der Produktionsphase wird gefiltert. So entscheidet der Studioboss, welcher Film produziert wird und welcher nicht. Der Einkäufer im Einzelhandel bestimmt, welche DVD im Regal steht und welche nicht. Die Filmförderung entscheidet, welcher Film produziert wird und welcher Film eine Kinostartförderung bekommt, um überhaupt im Kino vertrieben werden zu können. Chris Anderson bezeichnet diese Filter als „Vorabfilter“. Chris Anderson vergleicht Vorabfilter mit Türstehern und nachträgliche Filter mit Ratgebern. Während es die Aufgabe von Vorabfiltern ist den Geschmack vorauszusagen, besteht die Aufgabe von nachträglichen Filtern in dessen Messung. Produkte, die bereits am Markt sind und erst dann gefiltert werden, nennt Anderson bezeichnenderweise „nachträgliche Filter“. Dazu gehören Suchmaschinen, Bestenlisten, Empfehlungen, Blogs usw. Durch die Demokratisierung in der Produktion und im Vertrieb werden immer mehr Produkte online angeboten und so verschiebt sich der Anteil der Filter immer mehr zugunsten der nachträglichen Filter.
Eine Suchmaschine durchforstet permanent das World Wide Web und indexiert die Ergebnisse in einer Datenbank. Je nach Anforderung werden dann die besten, relevantesten, interessantesten, originellsten usw. Ergebnisse angezeigt. Da der Datenbestand im Internet aber so rasant ansteigt, kommen Suchmaschinen mit der Indexierung nur sehr schwer nach. Wird man in einer Suchmaschine nicht aufgeführt oder rangiert in der Rangliste nur weit hinten, existiert man quasi nicht.
