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Bewertungen

Werden Produkte von Usern bewertet, kann dadurch der Verkauf gesteigert werden. Das bloße Anbieten eines Bewertungstools reicht jedoch nicht aus, um das echte Potential dieses Services zu erreichen. Nur wenn die Bewertungen für den Kunden in einer sinnvollen und sortierten Reihenfolge angezeigt werden, können sie ihr volles Potential erreichen. Zu wenige Bewertungen können dabei genauso nutzlos sein wie zu viele. Denn erst ab 20 Kundenmeinungen können laut Google’s Retail Industry Director John McAteer mehr Umsätze generiert werden[1]. Zu viele Bewertungen werden schnell unübersichtlich und geben dem Kunden dadurch keine echte Orientierung, wie das folgende Beispiel eines Webshops für Computerspiele zeigt:

Abbildung 39 : Screenshot von User-Bewertungen zum Computerspiel Grand Theft Auto IV auf game.co.uk[2]

Zu einem Computerspiel wurden 217 Bewertungen, verteilt auf 47 Seiten, abgegeben. Die letzten fünf Bewertungen müssen aber nicht der allgemeinen Meinung entsprechen und können so das Ergebnis ins Positive oder Negative verzerren. Um Usermeinungen besser nutzen zu können, hat Amazon ein Instrument eingeführt und lässt Usermeinungen von Usern beurteilen: „War diese Rezension für Sie hilfreich?“

Abbildung 40: Bewertungen auf Amazon.de[3]

Amazon quietly bumps the three most helpful reviews to the top. It tries to balance positive and negative reviews, so shoppers get a balanced perspective. An interesting side effect is how these selected reviews get more votes. If they are controversial (in that not everyone agrees they were helpful), their ratio goes down, allowing the most helpful reviews to bubble up past them.[4]

Weiters lassen sich die Bewertungen sortieren in: „die hilfreichste positive Rezension“, „die hilfreichste negative Rezension“, „neueste Rezensionen“ oder schlicht nach dem Bewertungsschema zum Produkt von eins bis fünf.

Abbildung 41: Bewertungsvergleiche auf Amazon.de

Im Jahr 2008 erreichte Amazon einen Umsatz von rund 19 Milliarden Dollar[5], wovon 70 Prozent aus Verkäufen von Büchern, Musik und Filmen generiert wurden. Produkte aus diesen Bereichen werden von den Usern auch am häufigsten bewertet. Usability-Experte Jared M. Spool nimmt an, dass Amazon seinen Umsatz durch Einsetzen der optimierten Kundenbewertung um 20 Prozent steigern konnte.[6] Eine weitere Auseinandersetzung zu Bewertungen (Inhalte, die wenig gesehen werden, werden nicht unbedingt gut bewertet) findet sich in Kapitel 8.3.


[1] Mellor, Pelle (2009.03.05.): Fair comment. In: http://www.economist.com/science/tq/displaystory.cfm?story_id=13174365 (Stand: 01.04.2009)

[2] o.V. (2009): Screenshot game.co.uk. In: http://www.game.co.uk/Xbox360/Action/Shooter/~r328876/Grand-Theft-Auto-IV/?recommended=GAME (Stand: 13.04.2009)

[3] o.V. (2009): Screenshot Amazon.de: In: http://www.amazon.de/Die-F%C3%A4lscher-Karl-Markovics/dp/B000U6SOMK/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=dvd&qid=1244382623&sr=8-1 (Stand: 25.05.2009)

[4] Spool, Jared M. (2009.03.17.): The Magic behind Amazon’s 2.7 Billion Dollar Question. In: http://www.uie.com/articles/magicbehindamazon (Stand: 04.04.2009)

[5] Wilkens, Andreas (2008.07.24.): Amazon steigert Umsatz und Gewinn. In: http://www.heise.de/newsticker/Amazon-steigert-Umsatz-und-Gewinn–/meldung/113254 (Stand 04.04.2009)

[6] Spool, Jared M. (2009.03.17.): The Magic behind Amazon’s 2.7 Billion Dollar Question. In: http://www.uie.com/articles/magicbehindamazon (Stand: 04.04.2009)

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